Jenny-Trümpy, Handel und Industrie, 256f.
1882 trennten sich die Familien Hefti. Das Stammgeschäft in Hätzingen (Fabrikation von weissen und farbigen Wolltüchern aus Streichgarnen in allen Arbeitsgängen, insbesondere von Militär- und anderen Uniformtuchen), das sich bereits beträchtlich vergrössert hatte, wurde unter der alten Firma Gebr. Hefti weitergeführt. Bei Ratsherr Fridolin H. und seinen Söhnen, den Herren Fridolin Hefti-Jenny und Eugen Hefti-Trümpi; Oberst Heinrich H. und seinen drei Söhnen, die kurz zuvor von dem Kaufmann Alfred Streiff (ehemals in der Firma Gebr. J. & J. Streiff, Druckfabrik in Glarus) in Roé, Provinz Brescia, errichtete Baumwollspinnerei und „Zwirnerei“ erworben hatten; der Nachlass des Schulvogts Jakob H. (zunächst noch unter Beteiligung von Oberst Heinrich H.). (anfangs noch unter Mitwirkung von Oberst H.) führte den Betrieb der „Weberei Hätzingen“ und der „Weberei Rüti“ als neue Firma Hefti & Cie. unter der Leitung der Söhne, der Herren Fritz Hefti-Jenny (+ 1898) und Ulrich Hefti-Stäger, weiter. Da ersterer auf seinen Reisen Einblick in die gewaltige Entwicklung gewonnen hatte, welche die Kammgarnweberei seit etwa 1875/80 in Deutschland genommen hatte, scheute er keine Mühe und Kosten, um auch diesen Wollartikel, der übrigens schon vom Stammhaus im Kleinen gepflegt wurde, in unserem Lande im Grossen einzubürgern. Nach bedeutenden maschinellen Abänderungen und Erweiterungen waren 1895/97 in Hätzingen 173 gewöhnliche Tritt- und 87 Jacquardstühle, in Rüti 210 Tritt- und 81 Schaft- und Wechselstühle, zusammen also 481 mittel- und doppelbreite Stühle beschäftigt, auf welchen, sowohl für den inländischen Verbrauch als auch für den Export, eine große Menge von Mousseline-Lainen und leichten Flanellen für die Druckerei, einfache und faconierte Damenkleiderstoffe, welche die Firma dann auf ihre Rechnung einfarbig herstellen ließ, gewebte und buntgewebte Jacquardgewebe sowie überbreite Baumwolltücher hergestellt wurden.